29. Dezember 2021 - Heilung fängt im Kopf an

| Anna-Felina Focke

Quelle: YouVersion - BibelApp

„Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen!“ (Psalm 18, 30)
„Ich vermag alles durch den der mich stark macht, Christus!“ (Philliper 4, 13)
„Wenn ich wenigstens seine Kleider berühren kann, werde ich bestimmt gesund!“ (Markus 5, 28)

Vor allem die ersten beiden Verse die ich oben zitiert habe schicke ich gerne Freunden die gerade gestresst sind, denen es nicht gut geht, die Kraft brauchen. Und dann lese ich die Geschichte der Wunderheilung von dieser Frau im Markus Evangelium (Kapitel 5, Verse 25 bis 34) und denke mir: „Ja man! Die hat es verstanden! Die Frau lebt das, was ich ständig predige.“ und dann fällt mir immer wieder auf: Ich lebe nicht so.

Ich bin die größte darin Leuten zu sagen sie sollen beten, Gott vertrauen, in ihm Kraft suchen, ihn um Hilfe bitten, mit Freunden beten, und und und … Ich bin die größte darin mich zurück zu ziehen und selbst zu bemitleiden, wenn ich diejenige bin der es nicht gut geht.

Und dann gibt es die Momente wie diese. Ich sitze in meinem Wohnzimmer, lese diese Bibelstelle, überlege was das Ganze wohl in mein Leben sprechen soll, also frage mich: Was hat die Geschichte mit mir zu tun und auf einmal kommen alte Geschichten hoch.

Hier geht es um starke Blutungen, wo anders geht es um Lähmungen oder Erblindung, aber soweit muss es ja gar nicht fortschreiten. Gesundheit ist nicht nur der Körper! Gesundheit ist auch die Psyche, dein Geist, deine Seele. All das hängt irgendwie zusammen.

Bestes Beispiel: Du hast Streit mit einem Freund und dir tut der Bauch weh wenn du daran denkst. Oder du hast eine wichtige Sache vergessen und dein Herz fängt an zu rasen. Anderes Beispiel: Du bist so gestresst, weil jeder was von dir will und du deine Tage viel zu voll gepackt hast und bist nur noch schlapp und kannst dich kaum noch aus dem Bett bewegen.

In diesen Situationen ziehe ich mich gerne zurück. Sperre mich ein, versuche die Außenwelt von mir abzuschotten. Das tut gut! Das fühlt sich gut an! Aber nur für den Moment. Nur für diese 5 Minuten, bis die Realität mich wieder gefangen hat. Wenn ich Freunden aus meiner Gemeinde dann von der Situation erzähle in der ich mich gerade befinde endet es in der Regel immer damit, dass sie mir vorschlagen gemeinsam zu beten, oder sie fragen mich, ob sie für mich beten können und Leute ich sage euch: Das tut so gut!

Natürlich ist nach dem Gebet nicht alles weg! Ich habe trotzdem Streit mit jemandem, ich habe trotzdem was wichtiges vergessen, ich habe trotzdem zu viel auf meiner ToDo-Liste. Aber ich schöpfe Kraft, Mut, Vertrauen, Liebe, Wärme etc.

Ich kann mit einem anderen Blickwinkel auf die Person, mit der ich im Streit bin, zugehen und in Ruhe das Gespräch suchen. Ich kann klare Gedanken fassen und diejenigen um Verzeihung bitten, die darunter leiden, dass ich etwas vergessen habe und es mit einem klaren Kopf nachholen. Ich kann meine Prioritäten von der ToDo-Liste neu sortieren und strukturiert angehen, gegebenenfalls etwas streichen oder wen Anderes darum bitten es zu erledigen.

Durch das Gebet kannst du Kraft schöpfen und Hoffnung, Mut, Weisheit, Liebe, Selbstbewusstsein etc erlangen, die dir helfen deine seelischen, oder auch den daraus folgenden körperlichen Problemen entgegen zu gehen, sie anzukämpfen und zu heilen.

Was sollst du jetzt aus diesem Input für dich mitnehmen?

    Heilung fängt nicht beim körperlich sichtbaren an! Gott hilft dir schon bei scheinbar minimalen Problemen
    Suche dir Hilfe im Gebet und frag auch Leute denen du dich anvertrauen möchtest, ob sie für dich beten
    Sag dir immer wieder: mein Glaube hat mich geheilt (vergleiche Markus 5,  34) und ziehe hieraus Kraft die Probleme anzugehen

Ich habe noch eine kleine Challenge für dich. Geh einmal tief in dich und schaue wo du gerade Heilung brauchst, egal ob körperlich oder seelisch. Geh mit Gott ins Gespräch und lege ihm das im Gebet vor. Frag auch gerne Freunde oder Familie, ob sie mit dir gemeinsam beten wollen und guck was du gerade brauchst. Ist es Hoffnung? Mit? Zuversicht? Liebe? Weisheit? Einen klaren Kopf? Etwas ganz anderes? Bitte Gott darum, dass er dir dies gibt und im Heilungsprozess beisteht. Führe eine Art Tagebuch darüber wie es dir geht, worüber du mit Gott gesprochen hast/ worum du ihn gebeten hast und ob sich was an der Situation verändert hat. Bleib standhaft im Gebet! Nicht alles ist in einer Nacht erledigt ;)

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