28. Dezember 2021 - Stabil?

| Daniela Stojcevic

Schön, dass du wieder mit dabei bist! Heute wollen wir uns gemeinsam den Text aus Matthäus 7, die Verse 24-27 anschauen. Nimm dir einfach deine Übersetzung und lies die Bibelstelle in Ruhe.
Sonst hab ich hier auch die Übersetzung aus der Lutherbibel:
24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. 25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. 26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. 27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

Wenn ich die Verse lese, denke ich schnell an meinen 1 jährigen Sohn und die Türme, die er baut. Ein Klotz auf den anderen, so hoch wie es geht und gerade aufeinander müssen die Klötze auch nicht stehen. Wenn der Hund etwas hört und los sprintet, muss er diesen Turm nur kurz antippen und er ist schon komplett zerstört. In etwa so stelle ich mir das Haus vor, das auf Sand gebaut wurde, wenn der Regen und Sturm kommen und es zu Fall bringen.
Sieht unser Fundament so aus? Quasi keins vorhanden? Einfach ein Klotz auf den anderen? Vielleicht geht es dir wie mir und du bist in einer christlichen Familie aufgewachsen. Ich denke oft, ich habe eigentlich ein sehr gutes, ausgebautes Fundament. Ich habe mein komplettes Leben so viel gehört und weiß so viel aus der Bibel, von Jesus. Also wird mein Fundament sicher sehr stabil sein, sollte da mal ein Sturm kommen, oder?! Und dann kommt ein Sturm... Der kann ganz verschieden aussehen. Aber seien wir ehrlich - wie schnell kann uns etwas aus der Bahn werfen? Wie schnell kann ich vergessen, was ich so oft gehört oder gelesen habe? Ganz grundsätzliches: Dass Gott mich liebt, dass er immer für mich da ist, dass ich jeder Zeit mit ihm reden kann, dass er es sogar möchte, dass ich mit ihm rede, dass er (das wird einem jetzt in der Weihnachtszeit dann wieder mehr bewusst) nur für uns geboren ist um dann für unsere Schuld zu sterben, ... Und plötzlich sieht mein Fundament gar nicht mehr so stabil aus.
Der Mann, der sein Haus auf Fels baut ist ein Gleichnis für einen Menschen, der die Rede von Jesus hört und sie tut. Also geht es hier nicht nur um das, was man all die Jahre gehört/gelesen hat, sondern es geht auch ums tuen. Und da sieht die Sache - auf jeden Fall bei mir - doch wieder anders aus.
Na klar, wenn man ein bisschen nachdenkt, kommen einem schon ein paar Dinge, wie, dass man schon mal gespendet hat, jemanden zum Essen eingeladen hat, oder vielleicht auch etwas aufgehoben hat, was jemandem runter gefallen ist. Du wirst sicher auf noch viel mehr Sachen kommen. Aber Hand aufs Herz - schaff ich es jeden Tag aufs neue diesen einen Nachbarn mit seinem Gequatsche auszuhalten? Oder diese eine Kollegin, die ständig über alles und jeden lästert, ohne mit ins lästern zu rutschen? Nehme ich mir Zeit und habe ich ein offenes Ohr für meinen Klassenkameraden? Sehe ich es, wenn jemand etwas braucht oder schaue ich so viel auf mein Handy, dass ich drumherum gar nichts mitbekomme? Wie sehr mache ich mir in meinem Alltag überhaupt Gedanken, was Jesus gesagt hat und auch heute noch sagt, geschweige denn, wie ich das umsetzen kann? Ich mach mir da um ehrlich zu sein wirklich wenig Gedanken drüber. Vielleicht geht es dir genauso. Dann ist vielleicht genau jetzt die Zeit um da wieder drauf zu schauen und sich die Zeit zu nehmen Bibel zu lesen, zu hören, was Jesus möchte und das umzusetzen. Wenn es dir alleine schwer fällt, dann frag vielleicht einen Freund oder eine Freundin, ob ihr gemeinsam ein paar Kapitel zusammen lest und dann überlegt, was Jesus von euch möchte. Und im nächsten Schritt dann, wie ihr das im Alltag umsetzen könnt. Ich denke -und so steht es auch in der Bibelstelle - , das ist ein guter Weg um das Fundament so stabil, wie möglich zu machen. Und um das schöne Kinderlied (Text und Melodie: Karen Lafferty 1981 / Günter Balders 1986) zu zitieren "und wenn dann Stürme kommen und gehn, bleibt das Haus doch felsenfest stehn.".

Lasst gerne ein Feedback da: https://jahresende.joe-tours.de/2021/12/28/stabil-von-daniela/