Wie Cysten den Blick auf Gott ausrichten können

Impuls des Monats

Quelle: eigenes Bild

Ich bin schwanger. Bei einer Ultraschalluntersuchung im April hat meine Ärztin bei meinem Kind Cysten im Gehirn festgestellt. Cysten. Bis zu diesem Tag wusste ich nicht mal, wie mal dieses Wort schreibt – und jetzt hat mein Kind so etwas in seinem Kopf?!

Ich war wie gelähmt. Ich habe versucht zu beten, aber es ging nicht. Ich musste auf dem Weg zur Arbeit rechts ran fahren, weil ich das Lobpreislied, das gerade lief, nicht hören konnte. Es war so viel, was da gerade passierte, ich wusste nicht, was ich fühlen sollte, ich war nur verzweifelt und ratlos.

Zwei Tage später waren wir dann zur Feindiagnostik bei einem Spezialisten. Der hat zwar die Cysten bestätigt, aber uns ganz deutlich klar gemacht, dass sich diese wieder verwachsen werden, dass unser Kind sonst gesund ist.

Diese Woche waren wir nochmal dort zum „Wegkontrolieren“ und die Cysten waren tatsächlich verschwunden. Mein Kind wächst gesund in meinem Bauch heran, ich spüre die Bewegungen und merke, wie es größer wird. Ich meine sogar, dass es auf mich reagiert, wenn ich den Bauch streichele...

Warum diese Diagnose kommen musste, kann ich nicht genau sagen. Aber ich habe gelernt, dass ich nicht alles in meinem Leben in der Hand habe – und das ist gut so! Ich habe gelernt, dass Gott mich auch durch super-harte Zeiten trägt, dass er mich auffängt, wenn mir der Boden unter den Füßen weggerissen wird und kein Mensch irgendetwas sagen oder tun kann, was mir helfen würde. Gott ist da für mich.

Dieser Vers stand in der Tageslosung am Tag des „Wegkontrollierens“ - wie passend und erinnernd:

„Der HERR ist meine Kraft.“ Habakuk 3, 19

Und genau das kann ich nur bestätigen. Amen!