Weniger ist mehr?!

Impuls des Monats

Kommt dir das bekannt vor?

Du räumst nach langer Zeit mal wieder auf - und damit meine ich nicht das Aufräumen, das man ja auch mal so nebenbei mal macht, sondern eher das Entrümpeln des Zimmers?! Irgendwann stehst du inmitten eines kleinen, selbst angelegten Chaos, betrachtest deine Schränke, Regale und Schubladen mit all dem ganzen Kram drin und stellst dir die Frage, warum um alles in der Welt du eigentlich dieses oder jenes (noch) besitzt und warum es generell doch ganz schön viel von dem ist, was sich da bei dir angesammelt hat? 

Schön - dann geht's dir wohl so wie mir vor kurzer Zeit, als ich nach acht Monaten, (einer Zeit, in der ich nicht wirklich viel von meinem Besitz bei mir hatte und doch so unendlich glücklich war) wieder in mein WG-Zimmer zurückgezogen bin und mir beim Anblick meines Zimmers klar wurde, dass ich dort einiges verändern muss. Ich stellte mir plötzlich zum ersten Mal die Frage, warum ich ein ganzes Zimmer voller Dingen besitze, von denen ich doch so wenig wirklich brauche. 

Und wie der "Zufall" es doch manchmal so will, hörte ich kurz danach das Lied "Heile Welt Kriege" von Pohlmann und die folgenden Liedzeilen ließen mich nachdenken. 

Dort heißt es: 
"...Hast du, was du brauchst, brauchst du, was du hast, wunschlos glücklich oder doch was verpasst..." 

Wozu also die Regale voller Bücher, Zimmer voller Deko, Schränke voller Kleidung? Wozu besitzt du das tolle Auto, mehrere Handys, Laptops oder das Neuste, was Apple gerade auf den Markt bringt?? Ist es das, was dich im Leben wirklich glücklich machen soll? Oder definierst du dich sogar schon darüber?? Ist es das, was dir Halt gibt, wenn ein Sturm aufzieht? 

Jesus hat einmal gesagt: 
"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein." (Matthäus 6,19-21)

Das hier soll nicht heißen, dass du dir in deinem Leben nichts gönnen und auch Dinge für dich und dein Leben kaufen sollst. Aber vielleicht solltest du dich ab und an fragen, ob du bestimmte Dinge zum Leben und ganz besonders zum Glücklichsein wirklich brauchst oder ob du sie dir als Besitz anhäufst und damit sogar noch prahlst?! Bist du zufriedener mit deinem "Reichtum" also ohne? Oder könntest du auch mit weniger glücklich sein und anderen Menschen vielleicht sogar noch etwas abgeben?

Ich persönlich glaube, dass Besitz uns ganz gewiss nicht zufriedener im Leben macht und wir alle dennoch viel zu viel anhäufen. Wir sollten uns dabei immer wieder selbst prüfen. 

Daher:
"Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen." (Matthäus 6,33)