Vater unser

Impuls des Monats

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Vater unser im Himmel…


Dieses Gebet kennen wir alle, aber ich habe mir mal ein paar Gedanken zu den einzelnen Teilen dieses Gebets gemacht:


Vater unser im Himmel

Wow, so eine persönliche Ansprache für den Schöpfer der Welt! Ich darf ihn Vater nennen, er hat mich gemacht. Weiß ich das eigentlich, dass ich persönlich vom Schöpfer aller Welten gemacht bin? Und ER sagt selbst, dass ich gut gemacht bin!


geheiligt werde dein Name!

Das Gebet beginnt mit Lob und Ehre für Gott. Das steht am Anfang,. Nach der Erkenntnis, dass ich SEIN Kind bin, steht sein Lob. Ich will IHN ehren, weil er mich gemacht hat, mir nahe sein will, weil ich sein Kind sein darf.


Dein Reich komme.

Jetzt wird es härter: Will ich das? Ja, ich will nach meinem Tod – also in ganz ferner Zukunft – zu Gott kommen. Aber in der Bibel steht an so vielen Stellen, dass Gottes Reich bald kommt, dass die Erde, wie wir sie jetzt kennen, nicht mehr existieren soll, sondern Gottes Reich kommt. Will ich das eigentlich wirklich? Bin ich bereit dazu, Gott gegenüber zu treten?


Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Noch so ein schwieriger Satz. Ich habe ja gerne die Kontrolle über das, was passiert. Und wenn das mal nicht so ist, wenn Unvorhergesehenes passiert, fühle ich mich hilflos. Aber eigentlich meint dieser Satz das Gegenteil: Gott weiß es besser, er hat den kompletten Überblick. Und er meint es gut mit uns. Darauf will ich vertrauen und SEINEN Weg gehen, statt auf meinem zu beharren.


Unser tägliches Brot gib uns heute.

Brot steht hier stellvertretend für alles, was wir brauchen: Nahrung, Wohnung, Zuneigung, Familie und Freunde. Gott versorgt uns, immer. Darum dürfen wir bitten und darauf dürfen wir vertrauen.


Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Wenn Gott mir nur vergibt, wie ich anderen vergeben, wird das schwierig an manchen Stellen. Vergebung ist gar nicht so leicht. Manchmal bin ich nachtragend oder will mich auch in der Ungerechtigkeit suhlen. Aber wenn wir das ganze umdrehen, kann ich anderen vergeben, weil Gott mir schon lange vergeben hat. Und das wiederum macht mich frei, entlastet mich und nimmt mir den Groll.


Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Eigentlich heißt es eher „Lass nicht zu, dass ich versucht werde“, Gott selbst will uns nicht verführen, sondern erlösen. Er will, dass wir frei sind, zu ihm kommen können und wollen. Und das gelingt uns am besten, wenn wir bewusst immer wieder den Fokus auf ihn lenken. Wenn wir auf Gott schauen, haben wir keinen Blick mehr für „das Böse“ übrig.


Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Der letzte Satz dieses Gebets. Und wieder steht ein Lob, Ehren, ein Bekenntnis zu Gottes Allmacht und Stärke. Wir wissen und dürfen uns gewiss sein, dass dieser allmächtige und große Gott sich aber auch ganz klein macht und uns auf Augenhöhe begegnet. Wie großartig und ehrenswert ist das denn?! Wow! Für immer und in Ewigkeit will ich IHN loben!


Amen