Setz dich zu mir

Impuls des Monats

Die letzte Zeit hatte bei mir viele dieser Tage, an denen man abends einfach nur hundemüde ins Bett fallen konnte und am liebsten nicht mehr aufstehen wollte. Dabei war mein größtes Probkem, dass ich zwar alles auf die Reihe bekommen, mich aber innerlich so leer gefühlt habe. Ich pflegte zwar fleißig meinen Bibelleseplan und arbeitet in der Gemeinde mit, aber die persönliche Beziehung zu Gott litt trotzdem stark. Und in diese Zeit sprach er auf zweierlei Weise zu mir:

Zum einen lenkte er mein Augenmerk auf die Geschichte von Maria und Marta.
"Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden."(Matthäus 10,38-42)
Marta tut alles, um Jesus zu bewirten und rakert sich ab. Maria aber hört ihm einfach nur zu und wählt damit die Beziehung zu ihm. Mir fiel auf: Ich verhielt mich genau wie Marta, wollte aber eigentlich das, was Maria hatte.

Und da gab mir Gott ein Lied, dass mich mitten ins Herz traf: Out of Hiding von Steffany Gretzinger. Dort heißt es:
Ich habe dich geliebt, bevor du wusstest was Liebe ist. Ich habe alles gesehen und trotzdem das Kreuz gewählt. Du warst es, an die ich gedacht habe, als ich auferstanden bin. Nun löse dich von deinen Fesseln, mein Sieg ist auch deiner. Ich habe den Vorhang zerrissen, sodass du mir nah kommen kannst. Du bist nicht weit weg von zu Hause.

Und das hat mir noch einmal neu die Augen geöffente, weil es direkt in meine Situation hineinsprach:
Wir müssen nicht durch unser Leben rennen und möglichst viel erreichen, was die Gesellschaft als „wertvoll“ erachtet. Für den Schöpfer dieser Welt sind wir es schon immer wertvoll gewesen!
Wir müssen keine Siege erringen, denn wir können uns mir seinen Siegen schmücken..
Wir dürfen zum ihm kommen, so wie wir sind und dort zu Hause sein. Das hat mir so viel Erleichterung gebracht und mir noch einmal neu gezeigt, wie wichtig eine persönliche Beziehung zu Gott ist. Dabei müssen wir nicht viel tun, sondern uns einfach nur wie Maria vor ihn setzen und ihm zuhören.

Also, setze dich heute mit Gott zusammen, hab ein Gespräch mit ihm oder höre ihm einfach nur zu. Ich bin mir sicher, es wird wundervoll sein!