"Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke!" Epheser-Brief Kap. 6, Vers 10

Impuls des Monats

Seid stark!
Christen sind keine Weicheier oder Waschlappen. Aber leider machen sie oft den Eindruck... Wo triffst Du sonst noch singende Jungs (außer im Stadion), über ein Buch diskutierende Mädels (außer in der Schule) oder Leute, die mit dem Sex warten (außer auf einer einsamen Insel)? Oder noch schlimmer: Wer ehrlich ist, wer sich gute (nur leider manchmal nicht ganz legale) Gelegenheiten entgehen läßt, den größtmöglichen Vorteil für sich rauszuschlagen, gilt entweder als zu doof oder zu feige. Zum Beispiel beim Abschreiben oder Raubkopieren oder Altersbeschränkung bei Videospielen oder Disco-Einlass oder Anschauen verbotener Filme usw. – Christen machen das nicht. Aber nicht aus Feigheit und Schwäche, sondern gerade dann, wenn sie stark sind.

Du sollst stark sein. Das zu machen, was sowieso alle gut finden – dazu braucht man keine Stärke. Aber Unangenehmes zu tun, das ist heldenhaft. Solche Stärke kannst du trainieren, indem du richtige Entscheidungen einübst und richtiges Verhalten ausprobierst. Ist der Punkt klar? Gib nicht auf! Kämpfe! Hau rein! Bleib dran! Christsein ist nichts für Faulenzer, Schlaffis oder Ausruher! Sei mal hart zu dir selbst und leiste was! Aber wenn Du das tust, lernst du ein großes Geheimnis kennen: Dich selbst!

In der Kraft des Herrn!
Wir machen uns alle etwas vor. Du weißt gar nicht, wer du wirklich bist. Deine wahre Stärke findest du erst heraus, wenn du zu kämpfen anfängst. Bevor das Spiel nicht angepfiffen ist, kann man sich alles in die Tasche lügen, aber wenn man auf dem Platz steht, zeigt sich, wie gut das Training war. Dann kommt alles ehrlich auf den Tisch.

Wir sollen k&auauml;mpfen. Nur leider sind unsere Gegner viel zu stark. (Fast genauso wie bei unsrer Nationalmannschaft...) Z.B. die eigene Selbstliebe zu überwinden – das kann man nur, wenn man Jesus kennenlernt, der mich schon genug liebt. Die bösen Geister zu überwinden – das kann man nur, wenn man vom Heiligen Geist geleitet wird. Gegen das Böse und den Bösen zu bestehen – das kann man nur an der Seite und in der Kampfgemeinschaft (in einer Mannschaft) mit Gott.

Wenn deine Kraft nicht reicht – und sei sicher, sie wird nicht reichen – dann lerne, was es heißt, in der Kraft Gottes zu kämpfen. So wie Jesus: Wie ein Verlierer aussehen, untergehen, sich auslachen lassen. Aber Vertrauen behalten zu Gott, für die Feinde beten, festhalten an dem, was richtig ist und am Ende gewinnen. So wie Paulus: In eigener Kraft und Regie großartig genau das Falsche tun, Jesus begegnen, umkehren, und dann Gottes Kraft in sich wirken merken, die genau "in den Schwachen mächtig" ist (2.Kor 12). So wie Petrus: Mitgehen-Wollen bis in den Tod und dann den Herrn verraten, aber dann merken, daß es Jesus nicht um Kraft, sondern um Liebe geht und genau daraus stark werden und bleiben als Felsen der Gemeinde, der sich dann auch verprügeln (und töten) läßt für seinen Herrn.

Christen zeichnen sich nicht dadurch aus, daß sie sich nichts trauen oder wagen. Aber sie haben sogar so viel Mut, z.B. ihren Eltern oder Lehrern trotzdem zu gehorchen, auch wenn sie etwas anders sehen. Weil sie Vertrauen und Liebe wagen. Sie haben die innere Stärke, nach Prinzipien zu leben, die alle anderen für falsch oder überholt halten oder die sich sogar für sie selbst unangenehm anfühlen. Sie sind Helden. Warum? Nicht weil sie selbst Superkräfte besitzen (wie die X-Men oder KingKong), sondern weil sie im entscheidenden Moment auf Gott hoffen (er hat Superkraft) und das Richtige versuchen – egal wie andere das finden. So sind sie stark in der Gottespower, die schwach aussieht, Liebe heißt und Kämpfe gewinnt.