Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich, denn ich bin ausgegangen und komme von Gott. Johannes 8,42

Impuls des Monats

"Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich, denn ich bin ausgegangen und komme von Gott." Johannes 8,42

Vielleicht fragst du dich beim Lesen dieses Bibelverses: "Zu wem sagt Jesus denn das?" Und wohlmöglich vermutest du, dass er diese harten Worte zu irgendwelchen Halunken spricht, die den lieben langen Tag nichts anderes tun als kleine Kinder zu entführen, wehrlosen Omis ihre Handtaschen zu mopsen und Jesus mächtig auf die Nerven zu fallen. Richtig böse Typen also, die endlich mal eine deftige Abreibung verdient haben; denen liest Jesus hier die Leviten und spricht ihnen ab, Gottes Kinder zu sein. Aber weit gefehlt! Jesus spricht diese Worte zu Menschen, die ihr ganzes Leben auf Gott ausgerichtet hatten und die aufopferungsvoll versuchten, Gott zu gefallen. Diese Menschen hatten die Gebote sehr genau genommen und doch fehlte ihnen etwas entscheidendes, um Gottes Kinder zu sein.
Was ist mit uns? Können wir uns so sicher sein, dass wir Gottes Kinder sind? Der Vers, den du oben lesen kannst, sagt es uns ganz deutlich: Diejenigen sind Gottes Kinder, die Jesus von ganzem Herzen lieben. Nur wer Jesus aufrichtig lieb hat, der darf sich auch zu Gottes Kindern zählen.
Dabei ist es wichtig, dass wir uns nicht zwingen können, Jesus zu lieben. Und wenn wir einfach keine Gefühle oder ähnliches aufbringen können, dass den Namen Liebe verdient hat, dann haben wir eben Pech gehabt. Liebe ist immer etwas, dass aus dem Vertrauen wächst. Du kannst dich nicht zwingen, einen Menschen zu lieben, egal wie nett du ihn auch finden magst; Liebe ist keine Einstellungssache. Im 1. Korintherbrief steht: " Es bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung; die Liebe aber ist die Größte unter ihnen." Nicht ohne Grund steht hier in der Reihenfolge der Glaube vor der Liebe. Jesus hat den Menschen nicht gepredigt, dass sie doch endlich anfangen sollen, ihn zu lieben, sondern dass sie an ihn glauben sollen. Wenn du an Jesus glaubst, dann wird er dein Herz verändern, so dass du auch eine aufrichtige Liebe für ihn verspüren kannst. Dieser Glaube, der dich letztendlich Jesus lieben lässt, ist allerdings kein bloßes Fürwahrhalten von Tatsachen, die dich selbst weder berühren noch verändern, sondern ein echtes Vertrauen auf Jesus, indem du ihm dein Leben anbefiehlst. Die Liebe zu Jesus, die aus solch einem Glauben entsteht, muss aber auch ständig überprüft und neu entflammt werden. Ich selber merke immer wieder, wie mich Dinge daran hindern, Jesus wirklich zu lieben und ihm nachzufolgen. Oft bin ich zu müde und zu faul, etwas für meine Beziehung zu Jesus zu tun und dann merke ich, wie auch meine Liebe zu ihm abflacht und mir irgendwann selbst lächerlich und peinlich vorkommt, wenn ich daran denke, dass Jesus aus Liebe zu mir an einem Kreuz verblutet ist. Vielleicht merkst auch du gerade in diesem Moment, dass deine Liebe zu Jesus nicht mehr die Erste ist und dass viele Dinge, die du als Christ so tust, eigentlich nur noch Gewohnheit sind. Vielleicht gehörst du zu einer christlichen Band oder du hast einen Jugendkreis oder du liest einmal im Monat auf dieser Seite die Andachten. Aber tust du all das, weil du Jesus wirklich lieb hast?
Lass diesen Monat einen Monat sein, in dem du dir neu oder auch zum ersten Mal die Frage stellst: Habe ich Jesus eigentlich lieb? Nimm dir Zeit, um mit Jesus direkt in Kontakt zu kommen; schnapp dir die Bibel und wenn du darin liest, was Jesus sich von deinem Leben wünscht, dann setz es in die Tat um. Jesus sagt an anderer Stelle: "Wer meine Worte ernst nimmt und tut, der ist es, der mich lieb hat." Rede mit Jesus und erzähl ihm auch von deinen Problemen, ihn zu lieben; er wird dir helfen! Vielleicht ist es für dich an der Zeit, dass du dich neu an Jesus fest machst und dich neu ganz bewusst auf seine Seite stellst; dann geh diesen Schritt noch heute! Ich wünsche dir Gottes Segen, dein Torben.