Hologramm?!

Impuls des Monats

Ich will euch nur mal eben zeigen Wie's in mir aussieht
Und mein Innerstes nach außen drehen Dass da nichts Schönes ist Wird euch nicht interessieren Ihr könnt ja immer meine Hölle sehen Hier gibt's Gefühle, die langsam größer werden
Weil ich halt nichts vergessen kann Und all die Leute, die mich immer übergangen haben Die kommen jetzt an ihrem Ziel an Was ihr hier seht
Ist so was wie ein Hologramm Oder ein Klon ohne Original Was wir hier sehen Ist eine Art von Hologramm Kalt und nur neutral
In dem Lied "Hologramm" von der Band Revolverheld beschreibt eine Person, wie unglücklich sie mit ihrem Leben ist, dass dies aber niemanden interessiert. Sie erzählt, dass was die Leute an ihr kennen nur eine Hölle ist und sie nur ein "Hologramm" ihrer selbst ist.
Ich glaube, so wie der Person in dem Lied geht es vielen Menschen. Man spielt zahlreiche Rollen in seinem Leben und trägt viele unterschiedliche Masken. Man scheint ein völlig anderer Mensch zu sein zu Hause, in der Schule bzw. Uni oder auf der Arbeit, im Sportverein oder in der Gemeinde. Manche Menschen kennen einen als selbstbewussten und lustigen Menschen, während andere einen als verschlossene schüchterne Person wahrnehmen. Und die anderen Menschen interessiert es auch eigentlich gar nicht, wer man wirklich ist. Als Christ ist man glaube ich häufig mit diesem Problem konfrontiert. In seiner Gemeinde kann man so sein wie man wirklich ist und seine Liebe zu Gott ausleben, doch zurück im alltäglichen Leben fällt das schwer. Christ zu sein wird in Deutschland zwar akzeptiert, doch man macht schnell die Erfahrung, dass man doch schief angeschaut wird oder ungläubig gefragt wird, wie man so etwas "veraltetes" glauben kann, wenn man anderen Leuten erzählt, dass man an Gott glaubt. Solche und ähnliche Erfahrungen führen meiner Meinung nach dazu, dass man als Christ schnell anfängt, eine Art Doppelleben zu führen. In der Gemeinde tritt man als gläubiger Christ auf, wohingegen man in seinem nichtchristlichen Freundeskreis bzw. Umfeld die "normale" Person von früher bleibt. Doch eine dieser beiden Persönlichkeiten ist nur gespielt. Schnell merkt man dann: "So funktioniert das nicht!" Man fühlt sich weder in dem einen noch in dem anderen Kreis richtig wohl. Im Freundeskreis mit Nichtchristen merkt man langsam aber sicher, dass man andere Interessen hat und andere Dinge im Leben für wichtiger hält als vorher. Vielleicht fängt man an, Dinge zu hinterfragen, ob z.B. Alkohol in Massen oder ständig wechselnde Partnerschaften eigentlich in Ordnung sind. Als Christ merkt man, dass etwas zwischen einem und Gott steht und schließlich heißt die Entscheidung: Christ sein oder nicht! Gott möchte, dass wir zu ihm stehen und das nicht nur im Gottesdienst, während unser stillen Zeit, beim Beten oder wenn wir mit anderen Christen zusammen sind. Auf einer Freizeit hab ich mal eine Andacht zu eben diesem Thema gehört und da hieß es: No compromise! Christ ist man entweder 100% oder gar nicht. Entweder steht man immer und überall zu seinem Glauben oder man kann es gleich bleiben lassen. Christ zu sein ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung, die man nicht nach Bedarf an- und ausschalten kann.
"Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.
Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes."
(Lk. 12,8+9)
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass jeder Christ nun 24 Stunden am Tag von Gott reden, ununterbrochen beten und seine nichtchristlichen Freunde verlassen soll, aber ich denke, man muss als Christ seinen Standpunkt festlegen und für sich selbst definieren, was das Wichtigste im Leben ist.
Das man bei dem Versuch Gott treu zu sein manchmal strauchelt und zweifelt ist normal. Selbst große Christen hatten nicht immer den Mut, sich zu Jesus zu bekennen. Jesus offenbarte Petrus, dass er ihn dreimal hintereinander verleugnen würde und obwohl Petrus es eigentlich nicht wollte, geschah es (Mk.14.66-72).

Doch wir haben einen treuen und gn?digen Gott. Wir können immer wieder zu ihm kommen und um Vergebung bitten. Und ER vergibt uns unsere Schuld in seiner unendlichen Liebe.

Das alles hört sich jetzt vielleicht recht einfach an: Als Christ kann ich in meinem alten Freundeskreis bleiben und muss für mich nur wissen wer ich wirklich bin. Falls ich dann doch mal strauchle, bitte ich Gott um Vergebung und Alles wird wieder gut.

Doch so einfach ist das Ganze nicht. Du wirst die Erfahrung machen, dass es zum Teil echt schwierig ist, außerhalb der Gemeinde zu leben. Denn auch wenn du aus deinem Glauben kein Geheimnis machst und dazu stehst, dass du Christ bist, kann es sein, dass du manchmal das Gefühl hast, die Welt verstehe dich nicht. Und wahrscheinlich ist das auch das Problem. Ein Mensch, der kein Christ ist, kann sich nicht vorstellen, was wir Christen in Gott finden. Sie finden ihren Lebensinhalt im Beruf, der Familie, Freunden oder in Spaß (Partys).

Als Christ leben wir mitten unter Ihnen und machen die gleichen Sachen aber unser Lebenssinn liegt in Jesus. Auch wenn wir Ihnen davon erzählt haben, realisieren sie nicht, was das eigentlich bedeutet.

"Was ihr hier seht ist so was wie ein Hologramm! Mein wahres Leben spielt sich woanders ab."

Man könnte ihnen das erzählen und sie würden es nicht verstehen.

Doch ich möchte euch Mut machen. Es liegt an uns, das sich das ändert. Wir können dafür sorgen, dass sie verstehen was Jesus für uns sein möchte. Der Sinn weshalb wir Leben!

In dem Song All Day von der christlichen Band Hillsong United heißt es in einer Strophe:

I don't care what they think about me. It's alright; they'll get it one day.

(Ich kümmere mich nicht darum, was sie über mich denken. Es ist in Ordnung, sie werden es (schon) eines Tages begreifen) Ich ermutige euch:

Lebt euer Leben als Christ offen und versteckt es nicht.

Versucht immer ihr selbst zu sein, egal in welchem Umfeld.

Kümmert euch nicht darum was andere über euch denken.

Habt Vertrauen, denn sie werden es schon eines Tages begreifen.




In Jesus Christus