Höher - schneller - weiter

Impuls des Monats

Höher - schneller - weiter, das ist nicht nur das Motto der Olympischen Spiele, sondern beherrscht mittlerweile unseren ganzen Alltag.
Es wird z.B. ein regelrechter Wettkampf ausgetragen, wer wo das höchste Hochhaus baut. Bis vor kurzem war noch das "Taipei 101" mit 508m das höchste Gebäude der Welt, aber letztes Jahr wurde dann in Saudi Arabien das Burdsch Chalifa eröffnet - 828m hoch.

Auch wir ganz persönlich wollen immer höher - schneller - weiter. Beim Sport oder in der Schule. Hauptsache eine Sekunde schneller als der Kumpel oder einen Notenpunkt mehr in der Englischklausur als die beste Freundin. Und es gibt noch tausend weitere Beispiele.
Aber: Wie findet Gott das eigentlich, wenn wir immer so wetteifern, wenn wir immer höher - schneller - weiter wollen?

In der Bibel gibt es eine Geschichte in der auch Jesu Jünger Höher - Schneller - Weiter wollen:

Sie kamen nach Kapernaum. Als sie im Haus waren, fragte Jesus die Jünger: "Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?" Doch sie schwiegen verlegen; denn sie hatten sich darüber gestritten, wer von ihnen der Wichtigste sei. Jesus setzte sich, rief die zwölf Jünger zu sich und sagte: "Wer der Erste sein will, der soll sich allen anderen unterordnen und ihnen dienen." Er rief ein kleines Kind, stellte es in die Mitte und umarmte es. Dann sagte er: "Wer solch ein Kind mir zuliebe aufnimmt, der nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, der nimmt damit Gott selbst auf, weil Gott mich gesandt hat." (Markus 9, 33-37, Hoffnung für alle)

Jesus hat genau mitbekommen, worüber sich seine Freunde gestritten haben und er ruft sie zusammen und spricht mit ihnen darüber. Er benutzt das Kind hier als ein Bild, er möchte damit klarer machen, was es heißt, der Letzte zu werden und allen zu dienen. Ein Kind ist noch klein und kann noch nicht für sich selbst sorgen. Und es kann sich auch noch nicht dafür revanchieren, wenn wir ihm dienen. Was Jesus von uns möchte ist, dass wir auch mal dienen ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Wir müssen dazu nicht gleich ein Kind aufnehmen, sondern können auch in anderen Dingen Gott dienen. Glaubst du nicht, dass sich deine Familie, besonders deine Mutter, darüber freuen würde, wenn du mal an ihrer Stelle das Bad putzt? Oder hilf doch mal dem grimmigen Nachbarn aus der Wohnung nebenan die Einkaufstüten hoch zu tragen. Er wird sich vielleicht nicht bei dir bedanken, aber wenn du dort mit Freuden dienst, wird Gott es sehen und sich darüber freuen.

Wir sind zum Großteil ehrenamtliche Mitarbeiter in christlichen Gemeinden- auch hier können wir mit Freude Gott und den Menschen dienen.