Gottes Liebe

Impuls des Monats

Hast du mal darüber nachgedacht, wie sehr Gott unser Vater ist und wie sehr er uns liebt? Viele werden jetzt "Ja" sagen- aber es tut mir echt Leid, aber nein, das hast du nicht. Ist ja auch okay, denn um das erfassen zu können, reicht ein Leben nicht aus.
Und, hey, macht euch keinen Stress deswegen. Stell dir mal Folgendes vor: Du gehst in ein Restaurant, um mit Freunden gemütlich zu essen. Plötzlich kommt ein Mann an, mit einem rosa "Hello, Kitty!"-Pullover, der mit Tomatensauce und Anderen seiner Essenreste von der Vorwoche beschmutzt ist und einer hellgrauen Jogginghose mit einem aufgedruckten Pudel auf der einen Seite und einem aufgenähtem Pferde-Kopf auf der anderen. Er kennt dich noch von Früher. Schon damals hast du gedacht, dass er doof und fies ist, schließlich hat er dich damals nach der Schule immer geschlagen und bespuckt. Du riechst so langsam, dass er seit einer Woche nicht mehr geduscht hat und er auch auf der Toilette manchmal über den Rand hinaus trifft. Er kommt schreiend auf dich zu, weil er weiß, dass er damals viel Schlimmes gemacht hat. Er beginnt zu weinen und mit der Stimme, die dich damals schikaniert hat und der ihr die schlimmsten Jahre deines Lebens verdankst, sagt er: "Ich will an deinem Tisch sitzen!".

Kannst du diese Person lieben? Lässt du ihn an deinen Tisch?

Gott kann! Und er tut es.

Du und ich, wir alle sind dieser Typ mit dem rosa Pullover. Wir sind die, die seine hart erschaffte Welt zerstören.
Wenn Gott uns mal gegen die Wand rennen lässt, hat das seine Gründe. Nicht nur, weil der Mensch seinen freien Willen hat, sondern auch weil der Mensch lernen muss.

Ich bin angehender Erzieher und weiß daher genau, dass Menschen das Lernen brauchen, um zu (über)leben. Wer nicht lernt, stirbt! Wenn du nicht weißt, was das rote Licht einer Ampel bedeutet, dann viel Spaß in der nächsten Großstadt, wenn du es denn soweit überhaupt schaffst.

Wir wissen, wie ein perfekter Vater sein soll: Voller Liebe!
Er soll der sein, der dir das Fahrradfahren beibringen soll und das ohne Stützräder! Aber er kann dir nur zeigen, wie es geht - wie du es schaffen kannst, das Gleichgewicht zu halten und dich doch stets bewegen musst, um weiter zu kommen. Er wird dich die erste Zeit halten, damit du nicht umfällst, aber er wird dich auch zwischendurch loslassen und du wirst auch mal fallen, um deine eigenen Erfahrungen machen zu müssen.
Aber er ist es auch, der deine Tränen wegwischt, dich wieder auf das Fahrrad setzt und zu dir sagt: "Versuch es weiter, mein Kind. Ich bin immer bei dir, um deine Tränen wegzuwischen und dir hoch zu helfen."

Gott ist ein Vater, der uns Fahrradfahren beibringen will: Wir werden oft auch hinfallen, wenn er uns etwas zeigen will. Er wird uns absichtlich auch mal fallen lassen, aber nur damit wir lernen, welcher Weg der richtige ist. Du kannst keine BMX-Rennen fahren, wenn du nicht mal das Gleichgewicht auf dem Fahrrad halten kannst.
Und auch, wenn er uns mal fallen lässt, dann hassen wir ihn trotzdem nicht, sondern rappeln uns mit seiner Hilfe wieder auf und wissen, dass wir auch fallen müssen, um in die Pedale treten können, wie jemand, der die "Tour de France" ohne Hilfe von Doping gewinnt.

Gott liebt uns.

Gott liebt dich.