Fürchte dich nicht!

Impuls des Monats

Ich lag neulich in meinem Bett und plötzlich war mein Kopf voll mit Dingen, die ich unbedingt bald tun muss, die ich sowieso noch zu tun haben, die ich schon lange getan haben sollte und die ja eigentlich auch schon bald anstehen. Und dass das alles gerade ein bisschen viel auf einmal ist.

Irgendwann bin ich aufgestanden, und habe erstmal runtergeschrieben, was mir so alles im Kopf rumschwirrte. Und dann konnte ich mir vor Augen halten, wie wir vor Gott mit Sorgen umgehen können.

„Fürchte dich nicht!“, ließ Gott Maria durch einen Engel überbringen. Und das Gleiche sagt er zu Abraham. Zu Jeremia. Zu Gideon. Zu Josua. Und zu zig anderen, quer durch die Bibel. Das Thema scheint Gott nicht nur ein bisschen wichtig zu sein, wenn man sich mal anschaut, wie oft diese und andere Formulierungen sich in der Bibel finden. Und wie oft Angst insgesamt Thema ist. In Philipper 4,6 steht:

Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles.

NICHTS?

Das nenne ich mal ehrgeizig. Irgendwie eine unschaffbare Aufgabe.

Aber es ist eine Aufforderung. Eine Aufforderung von Gott, in der ein Angebot steckt: Sich nicht mit der Angst herumzuschlagen, sondern Gott die Kämpfe zu überlassen, die wir sowieso nicht kämpfen können. Und mit Gelassenheit und Mut an die Herausforderungen heranzugehen, die vor uns liegen. Denn Jesus hat gesagt (Mt.11,28):

Kommt her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich will euch Ruhe geben.

Und das können wir in Anspruch nehmen, wenn uns lauter Sorgen durch den Kopf schwirren. Wenn wir Angst haben vor dem, was morgen ansteht. Oder vor der Ungewissheit, vor der wir stehen. Denn wenn Gott sagt, wir sollen keine Angst haben, weil er für uns sorgt – dann können wir eine ganz andere Perspektive auf die Dinge entwickeln.