Erwachsen sein nervt

Impuls des Monats

Klar, man hat alle Freiheiten, von denen man als Kind nur träumen konnte: Ich kann wählen, welchen Beruf ich möchte, wo und mit wem ich leben möchte, wohin es in den Urlaub geht, was ich essen und wann ich schlafen gehen möchte. Wenn ich will, kann ich kurz vor dem Abendessen einen Schokoriegel essen – einfach, weil es mir keiner mehr verbieten kann!

Aber mit all den Freiheiten kommen auch die Verantwortungen. Verantwortung dafür, einen Beruf zu finden, der die Miete zahlt und mich ernährt, und den ich gut schaffen kann. Verantwortung für meine Gesundheit (wenn ich vor jedem Abendessen einen Schokoriegel esse, darf ich mich nicht wundern, wenn die Hose kneift), für meine Freunde, meine Familie, meinen Partner… Und mich stresst diese Verantwortung! Weil es bedeutet, dass ich falsche Entscheidungen treffen kann, die dann ungewollte, unschöne oder sogar schlimme Konsequenzen nach sich ziehen können. Und das will ich natürlich nicht.

Jesus sagte dazu folgendes:

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“
(Matthäus 6, 25-34)

Gott gibt sich selbst um eine Feldblume Mühe, gestaltet jedes Gänseblümchen. Und mein Leben sollte ihn nicht interessieren?!

Ich finde es auch faszinierend, dass Jesus ganze 10 Verse darauf verwendet, uns diese Zusage zu machen. Er weiß, wie sehr der Alltag einem den Blick auf ihn selbst verstellen kann. Er weiß, dass wir immer wieder die Sicht bereinigt haben müssen, dass wir immer wieder neu ausgerichtet werden müssen. Deshalb so viele Worte zu diesem Thema.

Es ist schon eine super-krasse Zusage, die wir hier bekommen. So groß und großartig, dass es schwer fällt, sie zu glauben. Aber in all meinem Alltagsstress, in all meinen kleinen Sorgen will ich mich darauf konzentrieren: „Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“ Und mit ihm an meiner Seite kann ich erwachsen sein und gute Entscheidungen treffen.