Durststrecken im Glauben

Impuls des Monats

Ich weiß von mir selbst, dass ich zu Beginn meines Glaubens und meines Lebens mit Jesus ganz weit oben (zumindest glaubte ich das damals) auf einer Welle mitgeschwommen bin und mir absolut nicht vorstellen konnte, dort jemals wieder heruntergeholt zu werden!! Man fühlt sich unbeschreiblich gut, sicher und von allem und jedem behütet; so als könne der Rest der Welt einem selbst nicht mehr schaden. Man hat z.B. seine Freunde und Aufgaben in der Gemeinde, da sind viele tolle Freizeiten und/oder Gemeindeaktionen und man durchlebt eine echt tolle und intensive Zeit mit Gott. Und so bin auch ich immer weiter in den Glauben und in diese ganze Sache reingewachsen, hab' immer mehr gelernt und fand es richtig toll!!!

 

Vielleicht ist/war das bei dir ganz ähnlich?! Nur irgendwann holt einen der Alltag und leider auch die Routine im Glauben ein. Oder es sind persönliche Schwierigkeiten ? sei es in der Schule, dem Job, der Familie, mit Freunden oder auch einem selbst; so etwas bleibt auch einem Christen nun mal nicht erspart.

 

"Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr!" (Psalm 34, 20)

 

Doch plötzlich fehlt das gewisse, sonst immer da gewesene Gefühl, die Nähe zu Gott und das Vertrauen. Man stellt sich die Frage: "Was mach ich hier eigentlich?" Und wie soll das denn mit mir und meinem Glauben und meiner Beziehung zu Gott weitergehen. Das eigene Herz ist nicht mehr so richtig dabei! Und man kann nicht einfach ein Gummibärchen mit einer "Special-Glaubens-Medizin" essen oder irgendeinen Spruch aufsagen oder irgendeine Taste drücken!!!! Das Gefühl, so wie es einmal da war, ist plötzlich weg.

Ich kenne das auch: Man möchte für und mit Gott leben, aber irgendwie ist das eigene Herz ziemlich zweigeteilt und man lässt sich von Zweifeln leiten, anstatt weiterhin zu vertrauen. Man macht zwar sehr viel, ob für sich selbst oder für andere z.B. in der Gemeinde, man hat aber trotzdem das Gefühl, es sei einem etwas verloren gegangen, was man schon einmal besessen hat - oder zumindest war das persönliche Gefühl im Zusammenhang mit Gott und dem Glauben schon einmal anders!

Warum so etwas passiert, das weiß ich leider nicht. (Glaub mir, wenn ich ein Patentrezept dafür hätte, dann wäre ich schon berühmt...) - ich weiß nur, dass du damit nicht alleine stehst. So geht es wohl sehr vielen Christen!!!! Manchmal hat man Zweifel - auch als Christ im Glauben und manchmal sind bestimmte Dinge viel schöner an den einen und total besch... an anderen Tagen!

 

Ich denke unser Glaube ist ein ständiges Auf und Ab (vielleicht ist das ja auch ganz gut so...?!) - wir wachsen an und durch ihn und verändern uns natürlich im Laufe der Zeit. (Du bist heute auch nicht mehr genauso wie vor 10 Jahren, oder?)

Ich denke wir und natürlich auch du(!) werden alle weiterwachsen! Mag sein, dass du zur Zeit eine Beziehung zu Gott hast und dir im Moment das "richtige" Gefühl fehlt - aber dein Vertrauen solltest du dennoch nicht ganz verlieren!!! Manchmal muss man einfach ein paar Durststrecken überdauern, um dann wieder erneut das Licht zu sehen.

 

Jesus: "Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, er folgt dem Licht zum Leben!? (Joh. 8,12)

 

Es kann sein, dass du dich von ganz allein besser fühlen wirst, vielleicht hilft dir auch eine Freizeit oder etwas anderes. Ich persönlich kann dir dabei nur das Bibellesen und beten empfehlen.

"Das Gebet eines Menschen, der unbeirrt glaubt, hat große Kraft!" (Jak. 5,16)

 

Ich habe solch eine geniale Gebetserhörung im letzten Jahr erfahren und habe daraus neuen Mut geschöpft, wurde bestärkt und konnte selbst wieder weiter gehen und im Glauben wachsen. (Ich hab beispielsweise angefangen bestimmte Dinge als ganz selbstverständlich anzusehen und im Moment geht's mir damit sehr gut...)

 

Ich hoffe, dass ich dir ein wenig Mut machen kann und dass es dir in einigen Dingen ähnlich wie mir ergehen wird und du nach einer Durststrecke weiter wachsen wirst...

Lass dich von Gott leiten - er wird dich ganz sicher gebrauchen für sein Werk!

 

"Vertraue dich dem Herrn an und sorge dich nicht um deine Zukunft! überlasse sie Gott, er wird es richtig machen." (Psalm 37,5)

Ich wünsche dir ein wunderschönes und gesegnetes Jahr 2008. Hör auf dein Herz und habe auch in schwierigen Situationen Vertrauen zu Gott!

Be blessed