Der Weg zu Gott - ein Prozess?!

Impuls des Monats

Wie hast du Gott kennengelernt?


Vielleicht hast du Gott gerade erst kennengelernt oder aber du bist schon eine ganze Weile mit ihm unterwegs und das erste Kennenlernen ist schon etwas länger her. Immer wenn es um diese Frage geht, gibt es Menschen, die von  ihrem ganz persönlichen BOOM-Moment mit Jesus erzählen können. Der Moment, als sie Christ geworden sind.

Wenn ich über diese Frage nachdenke, dann kann ich nie so richtig einen Punkt festmachen. Ich kann nicht sagen, dass  der eine oder andere Moment der Entscheidende war. Es war bei mir eher ein Prozess, der langsam durchlaufen werden musste (und immer noch läuft).

Während einer Vorbereitung für ein Thema bei einem abendlichen Jugendkreis  habe ich den folgenden Prozess entdeckt. Er stammt zwar nicht von mir, zeigt aber, wie ich finde, den Prozess „Christ sein“ - „Christ werden“ recht gut. Der Prozess ist in 7 Phasen unterteilt:

1. Gleichgültigkeit, Ablehnung
2. Offenheit, Interesse
3. Information, Auseinandersetzung
4. Entscheidung, Ja ich will!
5. Verbindliche Gemeinschaft
6. Mit Jesus im Alltag
7. Mit Jesus zu den Menschen

Die ersten drei Phasen sind ziemlich eindeutig. Sie gehen von der „Ist mir egal“ - Haltung über zu „Zum ersten Mal im Gottesdienst sein„ und dann zu „Ist da mehr dran?“ über. Die 4. Phase ist eine entscheidende Phase. Es ist die  Phase, in der man persönlich „Ja“ sagt zu Jesus. In der man sagt: „Ja, Jesus ich möchte in deinem Licht leben“. Eine sehr wichtige Phase im Leben eines Christen. Die Phasen fünf bis sieben zählen dann zu den unterschiedlichen  Phasen im Alltag als Christ. Hast du eine Gemeinschaft, in der du dich austauschen kannst? Geht Jesus mit in deinen Alltag oder bleibt er an der Haustür stehen? Erzählst du anderen Menschen von Jesus?

Als ich überlegt habe, in  welcher Phase ich sein könnte, ist mir klar geworden, dass man durchaus die Phasen wechseln kann. Ja, das man sogar zweifeln darf an der Phase 4, der Entscheidung. Bevor du jetzt vielleicht überlegst, in welcher Phase du bist,  möchte ich noch etwas sehr wichtiges sagen.

Dieses Bild ist bewusst sehr provokant gehalten, man kann schnell den Eindruck einer Abstufung bekommen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass wenn man in Phase 7 ist, man der Superchrist ist. Ich glaube, dass dem nicht so ist. Gott gibt keinen Menschen auf. Egal in welcher Phase sich dieser befindet, vor Gott ist jeder Mensch gleich.

Ich denke, das Bild soll zum Nachdenken anregen. Nehme ich Jesus  wirklich mit in den Alltag oder nur, wenn er gerade gut reinpasst? Nehme ich Jesus nur zwei Wochen im Jahr auf Freizeit mit oder das ganze Jahr in jeder Lebensphase?

Wenn ich über solche Dinge nachdenke, dann fällt mir immer ein  Lied ein - Surrender von Marc James -. Auf deutsch ist das vielleicht etwas bekannter: Mein ganzes Leben. Dort heißt es im Refrain: Mein ganzes Leben geb ich dir, geb ich dir. Wie cool wäre es, wenn wir das nicht nur Singen, sondern  auch in die Tat umsetzen würden und das jeden Tag. Ein schöner Gedanke, wie ich finde, der dringend umgesetzt werden sollte.