Der Unterschied?!

Impuls des Monats

Sommer, Sonne, endlich Ferien! Wieder ein Jahr geschafft und der Urlaub steht nun bald bevor.
Die eine oder andere Freizeit steht an, auf der wir entweder als Teilnehmer oder als Mitarbeiter mitfahren werden. Gestern noch mit den Kumpels gesoffen, verkünden wir heute das absolute Alkoholverbot während der kommenden Freizeittage an.
Ich hab das Gefühl unser Christsein ist oft von Gegensätzen und Widersprüchen geprägt. Sobald wir irgendwo „offiziell“ als Christ auftreten, haben wir das Gefühl, man müsse uns das ansehen oder es werde irgendetwas Spezielles von uns erwartet. Je länger wir dabei sind, je bedeutungsvoller unsere Aufgaben zu sein scheinen, desto heiliger müssen wir auch rüberkommen.
Der Vorsteher der Gemeinde darf doch nicht die gleichen Laster haben wie ein normaler Gottesdienstbesucher. Er muss doch irgendwie „besser“ sein, oder nicht?
Werfen wir einen Blick auf die Verhältnisse zur Zeit von Jesu Wirken.
Die Evangelien berichten an vielen Stellen von Konflikten und Diskussionen zwischen Jesus und den Schriftgelehrten und Pharisäern. Jesus kritisiert, dass ihre Botschaft zwar richtig ist, ihr eigenes Handeln aber im Gegensatz dazu steht.
„Alle ihre Werke (…) tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und ihre Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan bei Tisch und in den Synagogen und haben’s gern, dass sie (…) gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden.“ (Mt. 23,5 ff.)
Wo verhalten wir uns „heiliger“ als wir in Wirklichkeit sind? Wo sollten wir zeigen, dass wir ebenso fehlbar und sündig sind wie jeder andere Mensch auch?
Gott schaut im Gegensatz zum Menschen das Herz und nicht nur das Äußere von uns an (vgl. 1. Samuel 16,7). Ihm können wir nichts vorspielen- müssen wir auch nicht, weil er uns trotzdem genau so annimmt wie wir sind.
Wir müssen niemandem beweisen, was für ein toller Christ wir sind.
Samuel Harfst sagt in seinem Lied „Vom Sein“ dazu u.a. Folgendes:

Seid heilig
denn er ist heilig
und versucht nicht heilig zu tun

Darum geht’s in Wirklichkeit. Sei natürlich! Halte deine Augen offen danach, wie Jesus sich Leben vorstellt. Nicht, weil du's musst, sondern weil's gut ist!
Denn durch Jesu Opfer sind wir alle heilig!