Der Superchrist

Impuls des Monats

Diese Situation kennt ihr bestimmt auch, ihr kommt in eine Gemeinde, oder hört von einer Gemeinde oder trefft irgendwo andere Christen und denkt euch nur die ganze Zeit, oh du meine Güte, haben die jemals die Bibel gelesen? Das sollen wirkliche Christen sein? Die machen gefühlt alles genau so, wie ich es niemals machen würde. Oder sie haben Eigenarten, die doch völlig übertrieben sind, oder die sind mir einfach zu locker wie sie mit den Geboten aus der Bibel umgehen, sie machen es einfach falsch! Dieses oder so ein ähnliches Gefühl hattet ihr doch bestimmt auch schon mal bei einer Gemeinde oder einer Person. So ähnlich ging es mir nämlich letzte Woche, als in einer Jugendstunde von einer anderen Gemeinde war. Ich hätte am liebsten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und hab mir die ganze Zeit nur gedacht, wie dankbar ich doch für meine Gemeinde bin. Aber dann haben wir noch in derselben Stunde zusammen diese Bibelstelle gelesen und Gott hat direkt zu mir gesprochen:
Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem Namen aus, und wir verboten's ihm, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Es wird ihm nicht unvergolten bleiben. (Markus 9, 38-41)
Hier kommt Johannes auch zu Jesus und erzählt ihm, wie schrecklich es doch ist, dass Menschen einfach in Gottes Auftrag handeln ohne es so bzw. in der Gemeinschaft zu tun in der es doch eigentlich, seiner Meinung nach, „richtig“ ist. Aber es geht absolut nicht darum, wie jemand an Gott glaubt und ihm dient. Es gibt unendlich viele Arten davon und jeder Mensch auf dieser Welt tut es auch individuell auf seine Art und Weise. Es gibt keine „perfekte“ Art und Weise, es gibt nicht DIE eine super Gemeinde! In jeder Gemeinde laufen Dinge schief und kein Mensch ist vor Gott perfekt, aber darum geht es auch gar nicht. Das ist nicht das worauf es Jesus weder in der Bibelstelle noch heute ankommt. Ihm kommt es auf die Haltung drauf an. Wir sollen für Jesus arbeiten, handeln, leben! Wir sollen an ihn glauben. Die Art und Weise ist deshalb in erster Linie nicht entscheidend, entscheidend ist, ob ich mich traue und es überhaupt mache! Manchmal erwische ich mich sogar dabei darüber zu urteilen, wie sehr jemand Christ ist und wie sehr nicht. Das ist völlig falsch! Jesus sagt in dieser Bibelstelle auch, dass es egal ist, wie klein deine Tat für ihn ist, egal wie klein dein Glaube ist. Es reicht aus! Es macht ihn überglücklich und du wirst dafür belohnt werden! Deshalb möchte ich euch ermutigen, wie ich jetzt schon diese Woche zu versuchen alle anderen Arten vom Christsein nicht nur einfach zu respektieren sondern sie sogar noch dabei zu unterstützen weiter zu machen. Evtl. kann man es ja sogar als Chance sehen, seine eigenen Ideen, Überzeugungen, Gaben mit einzubringen und einfach gemeinsam aneinander zu wachsen und zu versuchen den anderen mehr zu verstehen, anstatt ihn direkt zu verurteilen. Gottes Segen euch dafür.