Der andere Zeitplan

Impuls des Monats

Mir ist kalt… Egal, ob ich morgens aufwache, an der Haltestelle stehe und der Bus wieder zu spät kommt oder ich im Straßencafé einen Kaffee trinke (Ja, das habe ich heute tatsächlich gemacht). „Selber Schuld – magst du vielleicht jetzt sagen. Es ist halt Winter.“ Ja, alles richtig. Aber nerven tut es mich trotzdem. Weihnachten ist vorbei, das neue Jahr ist inzwischen auch einige Wochen alt und alles steht in den Startlöchern. Nur das Wetter spielt nicht mit. Draußen sieht es aus wie nach einer atomaren Katastrophe. Die Bäume kahl und die wenigen Menschen komplett vermummt. Alles völlig normal zu dieser Jahreszeit aber wie jedes Jahr werde ich zu diesem Zeitpunkt langsam ungeduldig. Für meinen Geschmack kann es nicht früh genug Frühling werden.

So bin ich nicht nur wenn es ums Wetter geht. Manchmal kann es mir einfach nicht schnell genug gehen. Wann klappt dies oder das endlich?!

In Prediger 3 steht dazu folgendes:

11 Gott hat für alles eine Zeit vorherbestimmt, zu der er es tut; und alles, was er tut, ist vollkommen. Dem Menschen hat er eine Ahnung von dem riesigen Ausmaß der Zeiträume gegeben, aber von dem, was Gott in dieser unvorstellbar langen Zeit tut, kann der einzelne Mensch nur einen winzigen Ausschnitt wahrnehmen.

12 Ich bin zu der Erkenntnis gekommen: Das Beste, was der Mensch tun kann, ist, sich zu freuen und sein Leben zu genießen, solange er es hat.

13 Wenn er aber zu essen und zu trinken hat und genießen kann, was er sich erarbeitet hat, dann verdankt er das der Güte Gottes.

14 Ich habe erkannt: Alles, was Gott tut, ist unabänderlich für alle Zeiten. Der Mensch kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen. So hat es Gott eingerichtet, damit wir in Ehrfurcht zu ihm aufschauen.


 

Vielleicht würde ich den Frühling nicht zu schätzen wissen, wenn’s den Winter nicht gäbe. Vielleicht sollte ich mich darüber freuen, dass ich eine warme Decke gegen die Kälte da draußen habe. Und vielleicht sollte ich aufhören Sachen entgegenzufiebern die ich sowieso nicht beschleunigen kann.

In diesem Sinne: Ich mach mir jetzt einen Tee!