Aus aktuellem Anlass

Impuls des Monats

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Röm. 15,7)

Was für eine Jahreslosung. Und wie gut sie schon jetzt zu diesem Jahr passt.

Eigentlich meide ich gerade das Thema Flüchtlinge wo es nur geht, da ich selbst als Sozialarbeiterin in einer Unterkunft arbeite und mich durch die Medien schon beinah verfolgt fühle. Ständig gibt es neue Informationen, ständig neue Skandale, erhöhte Zahlen, brennende Heime und so weiter.

Es scheint, als müsse sich jeder positionieren und wir driften immer immer mehr in zwei Lager ab: Die, die sich gegen die Flüchtlinge stellen und die, die das ganze versuchen zu stemmen und ein freundliches Miteinander schaffen wollen. Ach, und da gibt es natürlich noch die große Fraktion dazwischen, die sich nur durch unglaublich dumme Facebookkommentare einmischen und ansonsten nur leise vor sich ihn jammern bzw. schweigen.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Römer, dass sich Juden und Nichtjuden zusammentun sollen, weil Christus für alle gestorben ist und Gott möchte, dass sie ihn zusammen anbeten. Ich bin der festen Überzeugung, dass Gott genau durch diesen Spruch genau in das Jahr 2015 spricht: Wir sollen einander annehmen, ganz egal woher wir kommen. Wir sind alle seine Kinder und Jesu Tod gilt für jeden von uns. Auch wenn es schwer sein kann auf Menschen verschiedenster Religionen, Kulturen und Ansichten zu treffen ruft er uns zum Miteinander auf. Das gilt für die Flüchtlinge, aber auch für alle, die sich gegen diese stellen oder schweigend zusehen.

Eine große Aufgabe, die wir nur zusammen mit dem allmächtigen Gott bewältigen können.

Nehmt einander, wie Christus uns in seiner großen Liebe angenommen hat – denn das ehrt Gott!