Actimel für´s Leben

Impuls des Monats

Nach diesem anstrengenden Schuljahr bin ich durch und durch urlaubsreif. Nix wie ab in die Ferien und den Akku fürs neue Schuljahr wiederaufladen! Sonne, Strand und Meer, was will man mehr?!

Aber abgesehen von Urlaub und Entspannung – wofür bin ich noch reif?
Kann man mich als volljährigen Menschen schon als reif ansehen? Ich bin mir da nicht so sicher, ob ich mich selber reif nennen würde – wohl eher nicht. Findest du dich reif?

In der Bibel steht einiges dazu, wann Gott denkt, dass dein Glaube reifer wird. Diese Reife meint, dass wir in unserem Glauben leben und dazu beitragen, dass er wächst. Dies tut er, wenn die Entscheidungen, die wir treffen und die Taten, die wie tun so sind, dass sie Gott gefallen und den Menschen in unserem Umfeld helfen. Diese Änderungen passieren natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern sie brauchen Zeit. Ich als ungeduldiger Mensch finde Aufgaben, die viel Zeit brauchen sehr nervenaufreibend, weil ich schnell unzufrieden mit mir selber bin und denke ich würde versagen. So ist das manchmal auch beim Thema Glaube.

Hierbei ist es eine große Hilfe, dass Gott unseren Charakter festigen will, wenn wir uns darauf einlassen und uns mehr Sicherheit im Glauben und eine stärkere Abwehr für weltliche Sorgen geben will.
Aber was brauche ich um dieses Actimel für meine Problemabwehr zu bekommen?
Der Hebräerbrief gibt einige Hinweise, was Gott als reifes Handeln definiert:
Hier heißt es, dass ich reif handle, wenn ich anderen eigene Erfahrungen weitergebe, anstatt mir die Lebenserfahrung anderer anzueignen. Ich werde sozusagen vom Schüler und Zuhörer zum Referenten. Außerdem sagt der Autor des Briefes, dass man mit wachsender persönlicher Reife immer weniger mit Angst an Herausforderungen und Schwierigkeiten herangeht, sondern immer zuversichtlicher wird und mit einer positiveren Einstellung versucht diese zu lösen.

Dies sind nur zwei Beispiele dafür, wie man im Geist reifen kann, wobei das nicht heißt, dass Gott uns nur hilft und beisteht, wenn wir so handeln und denken.
AUF KEINEN FALL!
Gott möchte uns gerne gebrauchen, um hier in der Welt Gutes zu tun und diese Aspekte des Reifens sind eine Hilfe, um dabei erfolgreich zu sein – aber kein Muss. Auch wenn ich noch ängstlich an eine schwierige Situation herangehe, kann ich sie genauso meistern, denn Gott ist bei mir, aber wäre es nicht viel toller, wenn ich diese Angst erst gar nicht hätte?
Für mich zeigen diese Überlegungen, dass die geistliche Reife, die wir erlangen können im Prinzip nur eins ist, nämlich der Weg hier auf der Welt besser für uns und für andere und möglichst problemfrei Gott helfen zu können und das finde ich super.

Ich begebe mich jetzt in die Ferien, aber ich komme zu dem Schluss, dass über der Erholung, die ich hoffentlich bekomme, noch etwas anderes, etwas viel wichtigeres steht – meine Entscheidungen und daraus resultierende Handlungen. Ich wünsche euch, dass ihr diesen Monat ganz bewusst auf das achtet, was ihr macht und die Hintergründe hinterfragt. Wenn euch etwas falsch vorkommt, wagt den Schritt es zu verbessern ohne Angst davor zu fallen, denn Gott wird euch immer auffangen, wenn ihr mal stolpert.


Mit den besten Wünschen für wunderbare Ferien für die Schüler und sonniges Wetter, gute Laune und viel Freizeit um beides zu genießen für die Übrigen!